Robert Allmers

Erstellt: Sonntag, 02. Januar 2011 04:11

 

Porträt Robert Allmers
Porträt Robert Allmers, 1939
Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-2010-1119-506 / Fotograf: unbekannt.

Das Robert Allmers dereinst "Burgherr" sein würde, war ihm nicht an der Wiege gesungen worden: Am 10. März 1872 wurde er im oldenburgischen Rodenkirchen Sohn eines Landwirts geboren. Sein Vater Adolf "sattelte" allerdings auf das Geschäft als Drucker und Zeitungsverleger "um".

Robert Allmers studierte für ab dem Sommer 1892 drei Semester in Freiburg im Breisgau zuerst Philologie, dann Staats- und Rechtswissenschaft. Das Studium setzte in Berlin fort. Er promovierte schließlich über "Die Unfreiheit der Friesen zwischen Weser und Jade, eine wirtschaftsgeschichtliche Studie". Im Jahr 1897 folgte seine Militärzeit als "Einjährig Freiwilliger".

im Jahr 1905 zusammen mit August Sporkhorst die Hansa-Automobil GmbH, die 1914 mit der Norddeutschen Automobil- und Motoren AG (NAMAG) zur Hansa-Lloyd-Werke A.G. fusioniert wurde. Daraus entstand im Jahr 1929 der Borgward-Konzern. Eine Folge dieser unternehmerischen Tätigkeit war seine Berufung zum Präsidenten des Reichsverbandes der Deutschen Automobilindustrie (RDA) im Jahr 1926. Als Präsident des RDA zeichnet er für vielfältige Initiativen verantwortlich: so setzte er sich für eine geregelte Bewertung von gebrauchten Autos ein, was 1931 zur Gründung der Deutschen Automobil Treuhand GmbH führte (die DAT gibt auch heute noch Hinweise Rahmen für Gebrauchtwagenpreise).

Auf seinen - oft mit dem Auto durchgeführten - Reisen entdeckte Allmers die Reize der Untermosel und kaufte 1915 die  Burg Thurant, wiewohl er bereits 1913 offenbar in der Burg wohnte. Er baute diese nach seinen Vorstellungen im mittelalterlichen Stil um. Dabei benannte er das Gästehaus nach seinem Freund "Haus Sporkhorst".

Der Ort inspirierte ihn auch zu einigen Texten, so zu dem Roman "Kampf um Thurant" und der Ballade "Phantasien im Burgkeller" - hierin seinem Verwandten Hermann Allmers folgend; von 1933 bis 1938 war er auch Mitglied des "Reichsverbands Deutscher Schriftsteller e.V." bzw. der "Reichsschrifttumskammer".

Bei seinen Aufenthalten auf Burg Thurant beteiligte sich Allmers auch aktiv am Dorfleben, beteiligte sich 1921 an der Anlage des Ehrenfriedhofs an der alten St. Michaelskirche, stiftete 1924 der Alkener Kirchengemeinde eine Glocke und gründete zwei Jahre später den "Verkehrs- und Verschönerungsverein zur Hebung des Fremdenverkehrs" in Alken. Legendär sind seine - standesgemäß im Auto - durchgeführten Fahrten in Ritterrüstung zu Karnevalsfeiern nach Alken!

Am 27. Januar 1951 starb Robert Allmers und wurde in der Kapelle seiner geliebten Burg beigesetzt.


Quellen:

Texte von Robert Allmers:

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