Alken

Die 7 Fußfälle

Entlang dem Bleidenberger Pfad ab dem Alkener Bachtal führen "7 Fußfälle" auf die Höhe zur Dreifaltigkeitskirche. Der gesamte Kreuzweg, jeweils mit Reliefs des Leidensweges Jesu Christi versehen, wurde zwischen 1662 und 1665 unter Pfarrer Heinrich Matthiae angelegt und von wohlhabenden Bürgern aus Alken gestiftet.[1] Eingebunden in den Stationenweg ist auf halber Höhe des Hanges das Heiligenhaus zu Ehren des Hl. Erzengels Michael, das bereits 1575 errichtet wurde. Der Sage nach erschien an dieser Stelle der Erzengel Michael zu Zeit einer Pestepedemie und verschwand mitsamt der Pestplage nach eifrigem Beten der Alkener.[2] Zum Dank für die Befreiung von dieser Plage soll das Heiligenhaus errichtet worden sein. Im Volksmund nennt man dieses Heiligenhaus deswegen auch "Mechelshäusche" (="Michaels-Häuschen").

Nach dem Verbot der Wallfahrten im Zuge der Säkularisation 1803 verfielen die Stationen (Alken gehörte seinerzeit zum französischen Arrondissements Koblenz im "Département de Rhin-et-Moselle").

Den Namen "Mechelshäusche" trägt auch bis zum heutigen Tag eine Privatinitiative im Ort. Ab dem Jahre 1992 sanierten die Familie Klaus-Dieter Vogt und Familie Karl-Heinz Schunk - mit ideeller und materieller Unterstützung vieler Mitbürger, auch von Ortsgemeinde und Denkmalpflege - das Mechelshäusche, ebenso wie fünf Stationen der 7 Fußfälle; zwei Stationen wurden komplett neu errichtet. Sechs noch vorhandene Reliefs wurden von Otmar Becker in Bernkastel-Kues restauriert. Das Relief des zweiten Fußfalles ("Judas-Kuss") war nicht mehr vorhanden und wurde nach Beckers Entwurf von Rudolf Schneider aus Altenahr-Kreuzberg neu geschaffen.


Anmerkungen:

[1] Vgl. Die Fußfälle zum Bleidenberg, www.themenweg-zeitreise.de/objekte/fussfall.html [Abruf 3.11.2012].
[2] Josef Schnee: Chronik von Alken/Mosel. Hrsg. von der Ortsgemeinde Alken/Mosel. Alken 2003, S.292.

 

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